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Birgit Hofmann

Vom Suchen und Finden in Zügen

Ihr früher Fall kam spät. Zwar längst von ihr erwartet, doch meist verdrängt. Nun aber, da er quasi vor ihrer Tür stand, wieder plötzlich und voller Schrecken. Sie wusste schon lange, dass sie eines Tages stürzen würde oder stolpern über irgendeinen beliebigen dummen Zufall oder ein zuviel gesprochenes Wort, das sie verraten würde. Jetzt war es soweit. Und Marie versuchte, sich die Angst abzulaufen, den Kopf frei zu bekommen, um zu überlegen, was nun zu tun sei.

Marie, Ende Dreißig, hat zwei Kinder und zwei Männer: Robert, ihren Ehemann und Salim, ihren Liebhaber. Nachdem ihre Affäre entdeckt worden ist, begibt sich Marie mehr oder weniger freiwillig auf die Reise, um ihr Leben zu ordnen. Sie reist im Intercity von Köln nach Berlin, will sich dort mit Salim treffen und entscheiden, ob und in welcher Form diese außereheliche Beziehung Bestand haben kann.
Während der gut vierstündigen Zugfahrt markieren die Haltestellen Geschichten und Ereignisse aus Maries Leben, ihr Denken, Fühlen und Handeln. Die Reise nach Berlin wird somit auch eine Reise zu sich selbst und der Erkenntnis, was wirklich wichtig ist in ihrem Leben.
Auf einer zweiten Ebene sind die Stationen Schauplatz für parallele kurze Geschichten und Schicksale von Menschen, die Marie nicht unbedingt bekannt sind, deren Themen, Gefühle oder Ereignisse doch immer wieder das Leben von Marie und anderen scheinbar zufällig streifen und beeinflussen.


ISBN 978-3939-434-06-1, 172 Seiten 8,00 Euro
Zur Autorin

Birgit Hofmann wurde 1962 in Schwanwede bei Bremen geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Fachschulausbildung zur Erzieherin. Sie arbeitete nach der Geburt ihres ersten Kindes 1988 einige Jahre als Erzieherin und begann danach das Studium der Sonderpädagogik an der Universität zu Köln. Nach dem zweiten Staatsexamen im Jahr 2000 wurde sie verbeamtet und im selben Jahr kam ihr zweiter Sohn zur Welt. Seit 2007 lebt und arbeitet sie in Bergisch Gladbach.
Zur Motivation

Als ich im Sommer 2005 anfing, an meinem ersten Buch zu schreiben, waren im Kopf einige Ideen und Bruchstücke der Geschichten schon längst erwacht, gewachsen und aufgeschrieben.

Das Schreiben bzw. der Wunsch, Gedanken und Gefühle in schriftlicher Form festzuhalten, liegt im Grunde schon seit frühester Jugend in mir verborgen. Mit zwölf Jahren habe ich mein erstes Gedicht verfasst. Dann folgten Jahre, in denen ich meine inneren Empfindungen in Tagebüchern festgehalten habe, die vollständig erhalten, wenn auch seit Jahrzehnten nicht mehr intensiv gelesen sind.

Viele Gedichte und wenige kurze Geschichten sind seither entstanden. Eine Geschichte, die ich als Achtzehnjährige schrieb, habe ich in leicht geänderter Fassung als Parallelgeschichte in mein Buch einfließen lassen - sie passte meines Erachtens einfach gut zum Thema.

Seit meiner Kindheit (in der ich jährlich mit meinen Eltern eine lange Zugreise in die ehemalige DDR machte, um Verwandte zu besuchen) bin ich fasziniert von den Gedanken an das Leben der Menschen, die mir auf den Reisen, am Fenster aus dem Zug schauend, begegneten.
Ich denke, dass die Idee, die Geschichte einer Zugfahrt aufzuschreiben und diese zu verbinden mit Menschen und Schicksalen am Rande der Zugstrecke, wohl hier ihren Ursprung hat.

Das Beobachten von Situationen und Ereignissen als Hobby zu bezeichnen ist ein unpassender Ausdruck und beschreibt zu wenig die Gefühle, die mich treiben und getrieben haben.
Ein Hobby zu haben bedeutet: Spaß haben an einer Sache. Schreiben zu wollen bedeutet noch mehr: Ein inneres Bedürfnis treibt mich voran und der Wunsch, durch das Schreiben dem Leser Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse, Träume, Hoffnungen oder auch Ängste ... näher zu bringen.
Große und kleine Dinge, die Menschen beschäftigen (können), zu (er)klären – oder zumindest eine Sichtweise, ein Detail, eine Möglichkeit, eine Wahrheit, die es zu entdecken gibt, aufzuzeigen; dies ist meine Motivation, mein Anliegen.

Anfang des Jahres 2007 habe ich einen Kurs im kreativen Schreiben belegt. Ich wollte dadurch mein Schreibstil besser kennen lernen, wollte üben, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und den Druck spüren, mich in einer bestimmten Zeit intensiv mit einem Thema zu beschäftigen. Zudem kam der Wunsch, die Hemmschwelle „Vorlesen vor Publikum“ zu überwinden. Dies ist mir, zumindest in dem kleinen Kreis dort, gelungen.
Es hat einfach großen Spaß gemacht und zudem mein Selbstvertrauen gestärkt, dass ich die Möglichkeit in mir habe, mit meinen Worten, meinen Texten Menschen (emotional) anzusprechen.